Die neue EU-Explosivstoffverordnung

Die Verordnung (EU) 2019/1148 vom 20. Juni 2019 regelt die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe und löst die Verordnung (EG) 1907/2006 ab. Bereits die zuvor gültige Verordnung sah Besonderheiten für die Abgabe von ammoniumnitrathaltigen Düngemitteln vor, da diese als Ausgangsstoff für Explosivstoffe genutzt werden können, z.B. besondere Maßnahmen bei der Lagerung und Identitätsnachweis des Käufers. In der neuen Verordnung wird die Abgabe und Verwendung dieser Düngemittel wie gehabt auf Wirtschaftsteilnehmer und gewerbliche Verwender, die diese Mittel im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit benötigen, beschränkt – eine Abgabe von Düngemitteln mit einem Ammoniumnitrat-Gehalt von mehr als 16 % darf nicht an sog. Mitglieder der Allgemeinheit erfolgen.

Darüber hinaus – und das ist neu – regelt die Verordnung die Unterrichtung der Lieferkette in ihrem Artikel 7. Damit muss ein Wirtschaftsteilnehmer (z. B. Großhandel), der ein solches Düngemittel an einen anderen Wirtschaftsteilnehmer (z. B. Agrarhandel) bzw. einen gewerblichen Verwender (z. B. Landwirt) verkauft, diesen darüber unterrichten, dass der Erwerb, die Verbringung, der Besitz oder die Verwendung des betreffenden Düngemittels durch Mitglieder der Allgemeinheit einer Beschränkung gemäß Artikel 5 Absätze 1 und 3 der Verordnung 2019/1148 unterliegen und dass ein Abhandenkommen bzw. Diebstahl innerhalb von 24 h an die in seinem Land zuständige Behörde zu melden ist.

Da Ammoniumnitrat ein wesentlicher Bestandteil der meisten Mischdünger ist, ist es sinnvoll, auf dem Warenbegleitschein auf die Gültigkeit dieser Verordnung zusätzlich hinzuweisen! Sie können durch das Einfügen einer Vorlage im NPK-Planer auf dem Warenbegleitschein auf die Verordnung hinweisen. In unserem Mitglieder-Bereich können Sie in einer Anleitung nachlesen, wie das funktioniert!

Mischdünger in Unterfußapplikation

Aktuell läuft die Maisaussaat auf Hochtouren. Seit Jahren hat sich dabei bewährt, einen Teil der mineralischen Düngung im Unterfuß vorzulegen. Dabei wird der Dünger ca. 5 cm unter dem Saathorizont als Depot platziert, um den Maisbestand in seiner Jugendentwicklung optimal zu versorgen und damit den Grundstein für hohe Erträge zu legen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer moderaten Stickstoffstartgabe, sowie Phosphat, da das im Boden gebundene Phosphat im Frühjahr noch schlecht verfügbar – aber essenziell notwendig – ist für die junge Maispflanze.

Eine Standarddüngung mit Diammonphosphat wird nur in Ausnahmefällen dem tatsächlichen Nährstoffanspruch bei Mais gerecht, da der hohe Phosphatgehalt schnell zur Überschreitung der P-Bilanz führen würde. Demgegenüber bietet der Einsatz von Mischdüngern im Unterfuß die ideale Lösung, Ihren Pflanzenbestand optimal zu versorgen und dabei kostspielige Nährstoffüberschüsse zu vermeiden – einerseits durch die individuelle Berechnung eines Düngertyps mit der Software NPK-Planer, der den verbleibenden Nährstoffanspruch nach Abzug von Nmin, Bodenvorrat an P2O5 und der Zufuhr durch Wirtschaftsdünger ausgleicht und andererseits durch die Nutzung von Synergien in der gleichzeitigen Ausbringung von Düngemitteln.

Individuelle Mischungen aus Diammonphosphat mit schwefelsaurem Ammoniak (Mischverhältnis entsprechend Bedarfsermittlung zu berechnen!) versorgen den Bestand mit Stickstoff, schnell verfügbarem Phosphat und Schwefel und erhöhen dabei gleichzeitig die Nutzung des Bodenvorrats an Phosphat und Mikronährstoffen: Die saure Wirkung des schwefelsauren Ammoniaks ermöglicht die Spaltung schwer löslicher Calciumphosphate im Boden und macht dadurch das im Boden gebundene Phosphat für die Pflanzen verfügbar. Dabei werden auch essentielle Mikronährstoffe (Zink, Bor, Kupfer, Mangan) mit sinkendem pH-Wert des Bodens pflanzenverfügbar.

Im Mais haben sich vor allem auch Mischungen aus Diammonphosphat mit Kieserit etabliert, da auch hier durch das Zusammenwirken zweier Düngemittel die Nährstoffeffizienz erhöht werden kann. In dieser Rezeptur wird die Nährstoffeffizienz durch den sog. „Struvit-Effekt“ erhöht, bei dem unter Einfluss von Bodenfeuchtigkeit aus Kieserit und Diammonphosphat Magnesiumammoniumphosphat (=Struvit). Dieser Prozess ermöglicht ebenfalls die Spaltung von nicht-pflanzenverfügbaren Calciumphosphaten, darüber hinaus wird die Nitrifikation gehemmt und eine ammoniumbetonte Stickstoffversorgung sichergestellt.
Für die Beratung zur individuellen Düngung mit speziell zugeschnittenen Düngermischungen auf Ihren Pflanzenbestand wenden Sie sich an Ihr Lagerhaus!

Wir begrüßen unsere neue Auszubildende Lisa Forster

Im neuen Ausbildungsjahr 2018/2019 dürfen wir unsere neue Auszubildende Lisa Forster in unserem Team begrüßen. Lisa absolviert in den kommenden drei Jahren ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in unserem Unternehmen. Wir freuen uns über ihre Unterstützung in unserem Büro!

Inbetriebnahme einer neuen RST Hochleistungsdüngermischanlage mit Düngertankstelle am Standort Aschau am Inn – RWG Erdinger Land

Am Standort Aschau am Inn wurde bei der RWG Erdinger Land eine neue RST Hochleistungsdüngermischanlage in Betrieb genommen. Bei der Anlage handelt es sich um eine Kombination aus Mischanlage und RST Düngertankstelle – zwei der fünf Behälter können sowohl als Vorratstrichter für die Herstellung von Qualitätsmischdüngern, als auch für die 24-h-Abgabe von Düngemitteln an den Landwirt genutzt werden. Die Behälter der Düngertankstelle sind mit einem geeichten Wiegesystem ausgestattet – der Landwirt kann so mit seiner Kundenkarte an der Steuerung aus zwei Düngemitteln auswählen, die gewünschte Menge abrufen und erhält innerhalb weniger Minuten Mineraldünger direkt auf den Düngerstreuer – ein weiteres Wiegen auf der Fahrzeugwaage ist nicht mehr nötig!

Neue RST Düngermischanlage in Bruckbach, Landkreis Pfaffenhofen

Heute wurde die neue hochmoderne RST Düngermischanlage in Kombination mit Big-Bag-Abfüllanlage am neuen Hopfenkompetenzzentrum der BayWa in Bruckbach, Landkreis Pfaffenhofen in Betrieb genommen. Ab sofort kann hier Mischdünger in exakt berechneter Nährstoffkonzentration bereitgestellt werden – bestehend aus bis zu sieben Einzelkomponenten – direkt auf den Kipper oder Düngerstreuer oder wahlweise in handliche Big-Bags abgefüllt!

Von links nach rechts: Zsolt Manich (BayWa AG), Stephan Schneider, Richard Sandbichler, Erwin Bichler, Sigrid Amann

Besuch einer Delegation von Luka Koper aus Slowenien

Besuch aus Slowenien

Am 28.06.2017 besuchten uns Majk Drobnič, Petaros Davorin und Silvo Vrbanič von Luka Koper d.d. aus Slowenien, um Ihre neue Big-Bag-Abfüllanlage vor Fertigstellung und Lieferung nach Slowenien vorab anzusehen und sich von der Qualität zu überzeugen.